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   suche   steirischer herbst, 24. Oktober - 24. November 2002


steirischer herbst 2002
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Marc von Henning

Marc von Henning

1960 in London geboren, schreibt und übersetzt Stücke (u.a. von Heiner Müller, Peter Handke, Bertolt Brecht und Werner Schwab) und arbeitet als Theaterregisseur.
Für die britische Theatergruppe primitive science, die er bis vor kurzem leitete, verfasste er zahlreiche eigene Stücke: "Hunger" (1994–5), "Spell" (1995), "Imperfect Librarian" (1996), "After The Hunt" (1997), "Vagabondage" (1998), "Theatre Dream" (1998) und "Half Machine" (1998), die im Young Vic Theatre Studio, im BAC und in der Royal Festival Hall, Purcell Room, aufgeführt wurden.
Als freier Regisseur inszenierte er u.a. die englische Bearbeitung von Bertolt Brechts "Die Gewehre der Frau Carrar" für die Royal Shakespeare Company in Stratford (August 1998) sowie sein Stück "Forgotten Dream" am Budapester Theater Merlin (November 1998).
Darüber hinaus leitet er Workshops und Produktionen an verschiedenen Universitäten und Schauspielschulen, etwa an der Middlesex University, Central School of Speech and Drama, Ecole Nationale Supérieure de Technique de Théâtre E.N.S.A.T.T. (Paris, Lyon) und am Knox College (University of Illinois).
Mit primitive science realisierte er auch die auf Bruegels Bild "Landschaft mit Ikarussturz" basierende Produktion "Icarus Falling", die im Mai und Juni 1999 im Londoner Barge House aufgeführt und u.a. bei den Theaterformen 2000 in Hannover (anlässlich der Expo 2000) gezeigt wurde, sowie seine Projekte "Poseidon" (am Londoner Young Vic Theatre, Mai 2000) und "The Invisible College" für die Salzburger Festspiele 2001 und das Staatstheater Stuttgart, wo er zuvor schon zwei andere Projekte erarbeitet hatte: "Unruhe am Rand der Schöpfung" (März 2000 im Theater im Depot) und "Das unerhörte Gebet des Lügners M." (April 2001 im Kammertheater).
Am 15. Mai 2002 war bei den Wiener Festwochen die Uraufführung seines Projekts "The Invention Of Life (Die Erfindung des Lebens)" als Koproduktion mit dem Staatstheater Stuttgart zu sehen sein.
Für den steirischen herbst 2002 und das Schauspielhaus Graz wird Marc von Henning zum ersten Mal seit seiner Brecht–Inszenierung für die Royal Shakespeare Company (1998) wieder einen Text eines anderen Autors/einer anderen Autorin für die Bühne einrichten – Elfriede Jelineks "Der Tod und das Mädchen II" – und sich mit dieser Dornröschen–Paraphrase nicht zuletzt durchs politische Dickicht Österreichs kämpfen. Denn Jelineks Dornröschen steht auch für "das kleine, dicke, hübsche, unschuldige, harmlose Land, das vom Prinzen Haider wachgeküßt wird". Premiere im Grazer Schauspielhaus ist am 26. Oktober 2002 – dem österreichischen Nationalfeiertag.

Programme von Marc von Henning im steirischen herbst 2002