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   suche   steirischer herbst, 24. Oktober - 24. November 2002


pressespiegel

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"Fremdkörper" steirischer herbst


Offenbar will der steirische herbst heuer befremden. Ungemütlich kalt und laut war bereits der Präsentationsort des Programms - eine leere Industriehalle. Und Intendant Peter Oswald verriet auch gleich, was er mit dem Motto Fremdkörper meint:
"Unter Fremdekörper soll man sich eine Auseinandersetzung mit dem Fremden, dem Anderen, dem Unbekannten vorstellen. Man soll sich damit beschäftigen, was gesellschaftlich diskriminiert und ausgegrenzt wird, was politisch diskriminiert wird. Unter Fremdkörper soll man sich auch damit auseinandersetzen, ob das Fremde nicht etwas mit uns selbst zu tun hat, mehr als wir manchmal glauben wollen."

Kunst als Störfaktor ...
Als verstörende Fremdkörper könnten sich etwa Elfriede Jelineks "Prinzessinendramen" erweisen, eine österreichische Erstaufführung mit symbolträchtigem Datum - am Nationalfeiertag. Jelinek ist schließlich bekannt für politisch unbequeme Stücke.

... in der Architektur...
Irritierend fremd könnte auch die Ausstellung "Latent Utopia" mit internationalen Architekturvisionen werden, die die Londoner Stararchitektin Zaha Hadid für den diesjährigen herbst zusammengetragen hat.

... oder im Stadtleben Oder die groß angelegte Veranstaltungsreihe "Enactments of the Self" (Selbstinszenierungen), bei der Künstler mit Performances und Aktionen die ganze Stadt bespielen werden. Kunst sozusagen als Störfaktor und Fremdkörper im Alltagsleben.

erschienen in:
ORF.ON   http://steiermark.orf.at