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   suche   steirischer herbst, 24. Oktober - 24. November 2002


pressespiegel

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WOLF D. PRIX ERÖFFNETE: Ein Angriff auf Gewohnheiten


Es scheint mir, dass die engen Grenzen unseres kleinen Landes in den letzten Jahren noch enger werden. Fremdes, Andersartiges, Eigensinniges, Unsicheres wurde und wird ausgegrenzt und Fremdheit, die eigentlich Neugierde am Anderen wecken sollte, wurde ausgeschlossen.*
Wollte man das Fremde als etwas Positives sehen, wären Fremde mit Neugier und Sehnsucht, Unsicherheit mit Wagemut, Verschiedenheit mit Vielfalt zu assoziieren.*
Österreich beruft sich gerne auf das Weltkulturerbe, das angeblich in unserem Land geschaffen wurde, und vergisst, dass Erneuerer, Erfinder hierzulande nicht gerade geliebt werden.*
Es geht um Veränderung der ästhetischen Begriffe und diese Veränderung wird im Land der pragmatisierten Innovationsverhinderung gerne - und zu Recht - als politischer Angriff auf bestehende Seh- und Denkgewohnheiten gesehen.*
Allgemein wird das als störend empfunden und die Träger dieser Ideen werden schutzlos gemacht. Die verantwortlichen Politiker . . . sind daher aufzufordern, sich nicht hinter uns zu stellen, wie sie gerne betonen, sondern vor uns. Zitate aus der Eröffnungsrede zum "steirischen herbst" gestern Abend in Graz gehalten von Architekt Wolf D. Prix.
Den gesamten Text finden Sie unter www.kleinezeitung.at/herbst2002

Frido Hütter

erschienen in:
Kleine Zeitung   www.kleinezeitung.at