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   suche   steirischer herbst, 24. Oktober - 24. November 2002


steirischer herbst 2002
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Balkan Konsulat proudly presents: Belgrad
im Auftrag von Remont mit Unterstützung von Uros Djuric
Kurator     Stevan Vukovic
Ort   < rotor >
Eröffnung   26. 10. 2002, 16.30 Uhr
Dauer   27. 10. - 21. 12. 2002
Di - Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr 
Koproduktion    steirischer herbst und < rotor >


In den nächsten eineinhalb Jahren werden Kunstszenen verschiedener Städte im Konsulat und seinen Außenstellen vorgestellt. Der erste Gast ist die Kunst-Plattform Remont aus Belgrad. Mission Belgrade – „Eine Auseinandersetzung mit der Belgrader Kunstszene muss heute ebenso wie in den letzten zehn Jahren eine Beschäftigung mit der allgemeinen Frage nach der Rolle von KünstlerInnen im sozialen und politischen Leben einer Gesellschaft beinhalten und das besonders in Zeiten einer substantiellen Krise. In einer Ära, die gekennzeichnet ist von der globalen Vorherrschaft eines multikulturellen Diskurses, der auf ererbten sozialen und kulturellen Grenzen insistiert und den Einzelnen/die Einzelne innerhalb eines Angebots von ethischen Gruppen einordnet, die geschützt und konserviert werden, gewinnt diese Rolle hauptsächlich Profil durch die Haltung in Fragen der Identität und Zugehörigkeit und deren kultureller und politischer Repräsentation. Dieses Projekt befasst sich keineswegs mit der Studie von lokalen, „Belgrad-spezifischen” Diskursen zeitgenössischer Kunst, um ihre Legitimität zu verteidigen bezüglich Richtigkeit und Vergleichbarkeit mit den Themen jener kulturellen Szene, der sie präsentiert werden; es besteht vielmehr die Absicht, einige der Methoden und Strategien offen zu legen, mit denen innerhalb dieser Diskurse eigene wahrheitserzeugende Effekte erzielt werden. Alle teilnehmenden KünstlerInnen haben im Konzept ihrer Arbeit eine kritische Haltung gegenüber den Techniken zur Produktion von Paradigmen dessen, was Repräsentation genannt wird, wie diese von der kulturellen in die soziale und politische Sphäre übertragen werden und zum Zwecke der sozialen Homogenisierung, ethischen Verfestigung und interkulturellen Differenzierung eingesetzt werden. Das Balkan Konsulat wird in dieser Ausstellung als eine Art Gegen-Kolonialisierung verstanden, mit dem Auftrag, als Labor mit einer unlösbaren Aufgabe zu experimentieren, das repräsentativ Repräsentative der Stadt, in diesem Fall Belgrad, zu formen, oder um eine Vorstellungsrepräsentanz bereitzustellen, eine Repräsentation der fehlenden Repräsentation. Das Ziel der KünstlerInnen besteht nicht darin, mitzuteilen, was sich dort „wirklich” ereignet (hat), in einer der Zonen, die auf der Landkarte zeitgenössischer Kunst fast unsichtbar sind, verborgen hinter der „Medien-Mauer”, die geschmückt ist mit Bildern von Gewalt und Exotismus der „Balkanier”. Ihre Intention reicht bis hin zur Forderung (insoferne könnte man hier von einer „Mission” sprechen) nach Rekontextualisierung von Methoden der visuellen Repräsentation aus einer phantasmagorischen Kulturzone Balkan.”
Stevan Vukovic


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